Marktplätze und Portale

 

Portale dienten ursprünglich als Einstiegsseiten in das World Wide Web. Es waren meist Anbieter von Internetdiensten, Webbrowsern, Webverzeichnissen und Suchmaschinen, beispielsweise AOL. Heute handelt es sich um Systeme, die eine Vielzahl von Anwendungen, Prozessen und Diensten bereitstellen. Sie bieten interessanten Content mit nützlichen Informationen von der Wettervorhersage über den Stauwarner bis hin zur Nachrichten-App. Sie fungieren als Themen-Ratgeber oder Vermittler, bieten Unterhaltung sowie Serviceleistungen zur Unterstützung von Transaktionen wie zum Beispiel T-Online.de. Erfolgreiche Portale sind hoch frequentiert. Ihre Ertragsmodelle basieren auf Provisionen, bezahlten Dienstleistungsangeboten und auf dem Verkauf von Werbeflächen.

Während Portale vorrangig die Funktion der Geschäftsanbahnung leisten, bieten elektronische Marktplätze im Wesentlichen die Infrastruktur für eine vollständige Geschäftsabwicklung. Online-Marktplätze B2C können sowohl für stationäre Händler wie auch für Online-Shop Betreiber ein interessanter Vertriebsweg sein. Sie bieten eine große Reichweite und ermöglichen den Verkauf auch außerhalb des regionalen Einzugsbereichs. Neben dem Aufbau digitaler Vertriebskanäle führen im B2B Bereich immer mehr Unternehmen ihre Beschaffungs- und Absatzaktivitäten auf digitalen Marktplätzen durch. Insbesondere bei der Beschaffung von C-Gütern bieten B2B-Marktplätze erhebliche Rationalisierungspotenziale. Die Geschäftsmodelle der horizontalen und vertikalen Marktplätze basieren auf Auktionen, Börsen und Katalogen. Darüber hinaus werden Dienstleistungen geboten, die Mehrwerte für Anbieter und Nachfrager darstellen.

In den Lehrveranstaltungen werden die verschiedenen Modelle von Portalen und Marktplätzen anhand von Beispielen vorgestellt und mit Zahlen, Daten und Fakten erörtert. Dabei werden die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Konzepte herausgestellt. Abschließend  werden neue Trends aufgezeigt und es wird die Nutzung von Portalen und Marktplätzen für das eigene Unternehmen reflektiert. Vertiefend erfolgt beispielhaft die Maßnahmenplanung für ein spezifisches Unternehmen.

Die Studierenden können nach den Vorlesungen beurteilen, in welcher Situation die Nutzung eines Portals oder eines Marktplatzes für ein Unternehmen sinnvoll ist. Darüber hinaus sind sie in der Lage, die passende Plattform zum individuellen Geschäft, zum Sortiment und zur Zielgruppe zu identifizieren. Last but not least wissen Sie mit welchen Maßnahmen sie die Nutzung von Portalen oder Marktplätzen erfolgreich realisieren können.

Dozent
Florian Lempke